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Oktober 1940 fielen Bomben auf Falkenau, die statt der Chemischen Fabrik den Friedhof trafen. Bei einem erneuten Luftangriff am 17. April 1945 kamen rund 100 Bewohner ums Leben. Nach Kriegsende erhielt die Tschechoslowakei die im Münchener Abkommen durch Deutschland besetzten Gebiete zurück. Zahlreiche deutsche Soldaten der sogenannten „Kampfgruppe Mangold“, die sich Anfang Mai auf die Rückzugstrecke Eger – Karlsbad begeben hatten, erreichten über das Bergmassiv „Hoher Stein“ (Vysoký kámen) auf ehemaligen Schmugglerpfaden Deutschland. Viele Deutschböhmen flohen vor den einsetzenden Gewalttaten selbsternannter Revolutionsgardisten und nationaler Milizen über die Grenze nach Deutschland. Andere wurden über die Grenze getrieben oder in Lagern interniert. Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung wurde im Jahre 1945 enteignet und aus der Stadt vertrieben. Eine hohe Anzahl dieses Bevölkerungsteiles wurde nach Deutschland zwangsausgesiedelt. 1948 wurde der deutsch klingende tschechische Name Falknov nad Ohří in Sokolov („Falke“ = tschechisch „Sokol“) geändert. Bis Ende 2002 war Sokolov Sitz des Bezirksverwaltung des Okres Sokolov.
Quellen: de.wikipedia.org
Die Pfarrkirche soll im 13. Jahrhundert gegründet worden sein. Gesichert ist, dass vor 1359 bereits eine Pfarrkirche bestanden hat, die damals zum Dekanat Elbogen gehört hat. Unter Graf Wolf Schlick († 1556), der ein Freund Martin Luthers war, wurde Falkenau um 1530 protestantisch und blieb es bis 1624. Nach der Gegenreformation wurde die Gemeinde wieder römisch-katholisch. 1631 wurde die Orgel, die in St. Joachimsthal gefertigt wurde, eingebaut. 1670 wurde wegen Baufälligkeit das alte Kirchenschiff abgerissen und am 23. März 1671 der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Falkenau war ab 1671 Sitz einer Erzdechantei. 1673 wurde die neue Kirche geweiht. Der alte Kirchturm stand bis 1680, nach dem Niederriss wurde er im gleichen Jahr neu aufgerichtet. Am 1. Juli 1681 wurden die Glocken wieder aufgezogen. 1683 wurden eine neu große Glocke (15 Zentner) und eine kleinere (14 Zentner) gegossen und aufgezogen. Das Erzdekanat umfasste im Jahr 1938 im Bezirk Falkenau die Orte Falkenau, Grasset, Haselbach, Königswerth, Ober-Reichenau, Prösau, Schäferei, Teschwitz, Unter-Reichenau, Wudingrün (bis 1683 auch Altsattl und bis 1788 auch Birndorf, das ab 1789 nach Altsattl eingepfarrt wurde) und im Bezirk Elbogen den Ort Albernhof.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Schulen === Bereits im Stadtbuch Falkenaus von 1483 werden die Einkünfte des Schulmeisters klar geregelt. Darin wird namentlich in einem Testament (vor 1483) der 'alte Schulmeister Peter Odelhayder' bezeugt, der demnach um 1450 in Falkenau tätig gewesen sein dürfte. Der Schulunterricht in Falkenau war bereits 1584 durch eine Schulordnung geregelt: täglich sechs Stunden Unterricht (vormittags 1. Stunde kirchlicher Unterricht, 2. und 3. Stunde Lesen und Schreiben; nachmittags begann der Unterricht mit einem Gebetstlied (Herr Jesu Christ war Mensch und Gott…), 1. Stunde Gesangsunterricht, 2. und 3. Stunde Latein). Der erste namentlich bekannte Schulmeister nach der Reformation war der Bürgerssohn, Kantor und Stadtschreiber Caspar Donat, der am 1. November 1556 die Bürgertochter Margaretha Zürchauer geehelicht hatte. Seitdem sind die Schulmeister, die zugleich auch bis in das 18. Jahrhundert hinein Kantoren der Stadt waren, namentlich bekannt. Der Bildungsstand bürgerlicher Handwerksmeister war infolge dieser Bildung für damalige Zeit durchaus erheblich, neben Mathematik (u. a. auch die Sätze des Pythagoras, Zinsrechnung) wurde Poesie, Latein und auch Griechisch unterrichtet (zugleich war Aberglaube weit verbreitet). Ab 1780 ist in den Matriken Falkenaus von einem 1. und einem 2. Schulmeister die Rede. Die städtische Schule lag von alters her immer neben dem Pfarr- und Erzdekanatshaus. 1872/1873 wurde eine Bürgerschule eingerichtet und am Marktplatz neu erbaut. Diese sollte das Mittelglied bilden zwischen der gewöhnlichen fünfklassigen Volksschule und der Unterrealschule.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Jüdisches Leben === 1435 erhielten die Grafen Schlick das Privileg, hier Juden anzusiedeln. Seitdem lebten zwischen 1550 und 1850 zwei bis maximal vier jüdische Familien in Falkenau. 1651 waren es die vier Familien von Salomon Schlam, Seligmann Schlam, Löw und Alexander Eliass, insgesamt 21 Personen. Erst ab 1865 stieg die Zahl der Einwohner mosaischer Konfession, 1890 waren es 136 Familien, 1910 sollen es 248 Familien gewesen sein, 1938 waren es 55 Familien. Im Jahr 1939 lebte kein einziger jüdischer Mitbürger mehr in Falkenau. Zunächst entstand ein Kultusverein in Falkenau, der einen Betraum anmietete und um 1896 wurde eine Synagoge in der Schillerstraße erbaut, die im August 1897 geweiht wurde. Im Novemberpogrom 1938 wurde sie niedergebrannt. 1877 wurde ein Kommunalfriedhof eingerichtet, auf dem auch ein Areal für jüdische Beisetzungen geschaffen wurde. Nach dem Münchener Abkommen 1938 verließen die jüdischen Einwohner Falkenau, viele zogen in die sogenannte „Rest-Tschechei“, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Verbliebenen wurden 1942 deportiert.
Quellen: de.wikipedia.org
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