Retatrutid gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
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== Entstehungsgeschichte == 1995 wurden die Grabungsbefunde des 20. Jahrhunderts ausgewertet und mittels 14C-Datierung in drei Phasen unterschieden. Eine im Jahr 2000 vorgenommene, geringfügige Abänderung an einer älteren Datierung basiert auf der zwischenzeitlich verbesserten, als Bayessche Statistik bezeichneten Methode, die 14C-Daten auszuwerten. Bis 2009 kamen weitere kleinere Abwandlungen hinzu. Auf Grund eigener Auswertung, ebenfalls unter Anwendung der Bayesschen Statistik, legten Mitarbeiter der jüngsten Datenerhebungen Ende 2012 eine neue Studie vor, die statt der bisherigen drei nunmehr fünf Phasen vorschlägt. Eine ähnliche Interpretation wurde bereits 1979 publiziert, fand jedoch nur geringe Aufmerksamkeit.
Quellen: de.wikipedia.org
Das erste Bauwerk maß etwa 115 m im Durchmesser und bestand aus einem kreisförmigen Wall mit einem ihn umfassenden Graben (7 und 8), der Klassifikation nach also eine atypische Henge-Anlage. Der großen, nordöstlich gerichteten Öffnung dieses Ringwalls lag eine kleinere im Süden gegenüber (14); Hirsch- und Ochsenknochen waren am Grund des Grabens platziert. Diese Knochen sind wesentlich älter als die Geweihhacken, mit denen der Graben ausgehoben wurde, und waren in gutem Zustand, als man sie vergraben hat. Der Beginn der ersten Phase wird je nach Ansatz auf ca. 3100–2900 cal v. Chr. datiert. Am äußeren Binnenrand des so eingefassten Bereiches lag ein Kreis aus 56 Löchern (13), die nach ihrem Entdecker John Aubrey als Aubrey-Löcher benannt wurden. Ein zweiter den äußeren Graben jetzt umsäumender Wall (9) könnte ebenfalls aus dieser als prä-megalithisch zu definierenden Phase (Stonehenge 1) stammen.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Stonehenge 2 === Sichtbare Überreste, die auf das Aussehen von Baustrukturen während der zweiten Phase sicher schließen lassen könnten, existieren nicht mehr. Die Datierung erfolgte daher eher indirekt, unter anderem über Fundstücke aus „Rillenkeramik“ (englisch Grooved Ware), die in diese Periode (späte Jungsteinzeit) gehören. Im Boden feststellbare Formen von Löchern könnten im frühen dritten Jahrtausend v. Chr. angelegt worden sein und Pfosten getragen haben. Weitere Pfosten könnten somit in Löchern gestanden haben, die am Nordeingang entdeckt wurden; zwei parallele Pfostenreihen wären vom Südeingang aus ins Innere verlaufen. Mindestens 25 der Aubrey-Löcher enthielten aber Überreste von Brandbestattungen, die aus einer Zeit etwa zwei Jahrhunderte nach dem Errichten der Löcher stammen. Die Löcher waren also als Begräbnisstätten in Gebrauch – ggf. hat man sie zu diesem Zweck umfunktioniert, oder die hypothetischen Pfosten bei jeder Beerdigung herausgenommen. Die Reste dreißig weiterer Feuerbestattungen wurden im Graben und an anderen Punkten der Anlage entdeckt, größtenteils in der Osthälfte. Auch unverbrannte Stücke menschlicher Knochen aus diesem Zeitraum wurden im Graben gefunden.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Stonehenge 3 I === In der Mitte des Heiligtums wurden um 2600–2400 v. Chr. zwei konzentrische Halbkreise aus insgesamt 80 Steinen, den so genannten Blausteinen, angelegt. Sie wurden zwar später entfernt, die Löcher aber, in denen die Steine ursprünglich verankert waren (die so genannten Q- und R-Löcher), sind nachweisbar geblieben. Wieder gibt es nur wenige Datierungshinweise für diese Phase. Die Blausteine stammen wie gesagt aus dem Gebiet der Preseli-Berge, etwa 240 km von Stonehenge entfernt. Die Steine sind größtenteils aus Dolerit, der einige Einschlüsse aus Rhyolith, Tuff und vulkanischer Asche birgt. Sie wiegen etwa vier Tonnen. Der als Altarstein (1) bekannte, sechs Tonnen schwere Sarsen (Sandstein) ist der einzige, der mit grünem Glimmer durchsetzt ist und dadurch im Sonnenlicht einen besonders schönen Glanz erhält. Er stammt aus dem rund 750 Kilometer entfernten Nordosten Schottlands. Wie der Stein zur Zeit des Baus des Stonehenge über diese Distanz transportiert wurde, ist nicht mehr sicher nachzuweisen. Jedoch waren noch im Mittelalter schwere Lasten zu Wasser schneller und billiger zu transportieren als auf Ochsenkarren oder noch einfacheren Transportmitteln. Möglicherweise wurde er als großer Monolith aufrecht im Zentrum aufgestellt, vielleicht aber war auch von vornherein beabsichtigt, dass er liegt. Viele der frühen Megalithanlagen stellen Bestattungseinrichtungen dar (z. B. die Hünen-Gräber, im deutschen Sprachraum auch Teufelsbetten genannt), so könnte er zur Aufbahrung eines Gefallenen gedient haben oder selbst einen solchen symbolisieren.
Quellen: de.wikipedia.org
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